Wie erhole ich mich nach der OP?
Rasche Mobilisierung
Direkt nach dem Eingriff werden Sie sich aufgrund der Narkose wahrscheinlich noch ein wenig müde fühlen, aber bereits am Folgetag dürfen Sie aufstehen und somit ihre Wirbelsäule wieder belasten. In der Regel lassen auch die Schmerzen in ihrer Intensität bereits kurz nach dem Eingriff deutlich nach, so dass eine rasche Mobilisierung möglich ist.
-
Frage: Wieso wird man so früh nach dem Eingriff mobilisiert?
-
Der in die Wirbelkörper eingebrachte Knochenzement härtet bereits innerhalb weniger Minuten aus und geht somit eine feste Verbindung mit dem Wirbelkörper ein. Daher kann die Wirbelsäule bereits am Tag nach dem Eingriff wieder belastet werden.
Schneller und langfristiger Schmerzrückgang
80 bis 95 % der behandelten Patienten berichten über deutlich weniger oder gar keine Schmerzen mehr. Häufig ist es möglich, die zuvor eingenommene Schmerzmedikation umzustellen; die Dosis kann reduziert oder auf ein weniger starkes Präparat gewechselt werden. Dadurch können die meisten Patienten nach dem Eingriff ihren Alltag wieder gut bewältigen. Dies wirkt sich auch auf die Lebensqualität aus; Vitalität und psychisches Wohlbefinden bessern sich deutlich.
Nachuntersuchungen
In der Zeit nach einer
Vertebroplastie oder
Kyphoplastie sollten Sie in regelmäßigen, festgelegten Abständen für Nachuntersuchungen Ihren Arzt aufsuchen. Er wird sich nach Ihrem Wohlergehen erkundigen, die Wirbelsäule klinisch begutachten und eine
Röntgenuntersuchung veranlassen. Dabei kann er das Ergebnis des Eingriffes überprüfen und feststellen, ob es zu weiteren Wirbelkörperbrüchen gekommen ist.
Weiterbehandlung der Osteoporose
Leiden Sie unter einer
Osteoporose, ist diese keinesfalls durch die beschriebenen Eingriffe geheilt. Durch die
Vertebroplastie und
Kyphoplastie können nur Symptome der
Osteoporose gelindert werden! Daher sollten Sie auf jeden Fall die medikamentöse Behandlung der
Osteoporose in Absprache mit Ihrem Arzt konsequent fortsetzen.
-
Frage: Was kann ich selber für meine Wirbelsäule tun?
-
Mit Ihrer aktiven Mitarbeit können Sie dazu beitragen, dass Sie trotz Ihrer Wirbelsäulenerkrankung körperliches und seelisches Wohlergehen erreichen.
• Versuchen Sie, eventuelles Übergewicht zu verringern. Damit entlasten Sie Ihre Wirbelsäule und beugen weiteren Wirbelkörperbrüchen vor.
• Bewegen Sie sich viel, sofern es Ihnen möglich ist. Schonendes Ausdauertraining durch Walking oder Schwimmen führt zu verbessertem Allgemeinbefinden.
• Meiden Sie Sportarten mit hoher Belastung oder Sturzrisiko.
• Stärken Sie durch regelmäßige krankengymnastische Übungen Ihre Rückenmuskulatur.
• Vermeiden Sie das Heben und Tragen schwerer Lasten.
• Achten Sie auf Ihre Ernährung, wenn Sie unter Osteoporose leiden. Sie sollten insbesondere Calcium-reiche Milch- und Getreideprodukte zu sich nehmen.