Wirbelkörperbruch bei Krebserkrankung
Bei verschiedenen Krebserkrankungen können sich Tochtergeschwulste, so genannte Metastasen, im Knochen ansiedeln. Dazu zählen vor allem Brust- und Prostatakrebs, aber auch Lungen- oder Nierenkrebs. In vielen Fällen finden sich die Metastasen in Wirbelkörpern, wo sie Knochensubstanz zerstören und so für eine Abnahme der Knochendichte sorgen. Betroffene verspüren Rückenschmerzen, die durch das Wachstum der Metastasen ausgelöst werden. Zudem können spontan – ohne jede äußere Einwirkung – oder durch Bagatelltraumen wie Niesen oder Husten Wirbelkörper zusammenbrechen.
Wirbelkörperbruch nach Unfall
Bei Autounfällen oder Stürzen kann es durch die massive Gewalteinwirkung zu Brüchen eines oder mehrerer Wirbelkörper kommen. Oft treten hierbei begleitende Verletzungen der Bandscheiben, der Bänder oder des Rückenmarks auf. Teilweise ist der Wirbelkörper sehr stark geschädigt, so dass man von einer instabilen Fraktur spricht.
Möglichkeiten der Linderung
Je nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden kann der behandelnde Arzt zunächst mit konservativen Methoden versuchen, die Schmerzen zu lindern. Dazu zählen schmerzstillende Medikamente, Stützkorsetts und Bettruhe.
Sind die Wirbelkörperbrüche jedoch instabil, liegen Lähmungen oder Empfindungsstörungen vor, muss eine größere Operation durchgeführt werden, bei der die zusammengebrochenen Wirbelkörper durch Platten wieder aufgerichtet werden.
Alternativ kann Betroffenen – allerdings nur bei stabilen Wirbelkörperbrüchen – durch die
Vertebroplastie oder die
Kyphoplastie geholfen werden.